Tipps für den Anfänger
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Technische Hilfsmittel
Waschsauger
Mit diesem Trocken-Nass-Sauger lassen sich die zu reinigen Flächen mit Wasser einweichen und später auch wieder aufsaugen. So lassen sich Federn, Staub, Kot, Futterreste usw. leicht aufsaugen. Vorteil ist auch, dass lose Teile nicht in der Luft herum fliegen, sondern mit dem Wasser gebunden werden. Auch Sandböden aus den Volieren lassen sich damit aufsaugen.
Dampfreiniger
Diese tolle Erfindung löst den Schmutz und tötet durch den heißen Dampf Ungeziefer und Bakterien ab. Hartnäckiger Kot oder anderer Dreck lässt sich so mühelos lösen und in Kombination mit dem Waschsauger auch gleich entfernen. Die meisten Dampfreiniger besitzen verschiedene Aufsätze, so dass alle Stellen in der Voliere gereinigt werden, was mit normalen Lappen vielleicht nicht möglich gewesen wäre. Ein weiterer Vorteil liegt auch bei der Reinigung von Nistkästen. Oftmals sind diese stark verkotet und können mit dem Dampfreiniger erheblich leichter gereinigt und desinfiziert werden.
Luftreiniger/ Ionisator
Um den Vogelstaub im Vogelzimmer einzudämmen sind diese Reiniger ideal. Sie wandeln positiv geladene Ionen in negative um, welche sich positiv Mensch und Tier auswirken. Gefiederstaub, Pollen, Pilzsporen, Pilze, Viren, Bakterien usw. werden erschwert und fallen auf den Boden und gelangen nicht mehr so in die Atemwege.
Luftbefeuchter
Der Befeuchter arbeitet nach dem Verdampfungssystem. Zwei Elektroden, die sich im Verdampfkopf befinden, erhitzen und verdampfen das Wasser. Destilliertes Wasser sollte man nicht verwenden, da dieser Vorgang nur aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit des Leitungswasser funktioniert. Um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu überprüfen, eignen sich so genannte Hydrometer. Empfohlene Luftfeuchtigkeit: 60% bis 70%. Passen sie diese am besten ihren Bedürfnissen ihres Tieres an. In Australien z.B. herrscht morgens laut Wolfgang de Grahl eine Luftfeuchtigkeit von 80% und mittags dann 30%. Selbst in Landstrichen mit kargem Bewuchs kann die Luftfeuchtigkeit enorm hoch sein.
UV-Licht
Bei Räumen, in denen wenig Sonnenlicht eindringt, z.B. Kellerräume, simulieren dieses die UV-Lampen (UV-A und UV-B). Sonnenlicht ist z.B. für den Kalzium-Stoffwechsel wichtig, diese sorgen für einen korrekten Knochenaufbau. Sorgen sie aber auch für Schattenplätze.
Zeitschaltuhren
Um einen regelmäßigen Ablauf zu gewährleisten eignen sich Zeitschaltuhren besonders dafür. Denn wer hat schon die Muße, jeden Tag das Licht um die gleiche Zeit auszuschalten oder was ist, wenn sie einmal etwas länger unterwegs sind. Geregelte Abläufe sind für Vögel besonders wichtig. In der freien Natur hat der Sonnenuntergang auch seinen festen Zeitpunkt und die Tiere gewöhnen sich daran, dann ihre Schlafplätze aufzusuchen. Aber auch Luftreiniger und UV-Lampen lassen sich so regeln. Man rechnen ca. 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht.
Infrarotstrahler
Er strahlt unsichtbare Wärmestrahlen, die im Spektrum zwischen rotem Licht und den kürzesten Radiowellen liegen. Die Körpertemperatur liegt normalerweise zwischen 40-42 Grad Celsius. Bei geschwächten Wellensittichen kann diese Lampe Abhilfe schaffen. Es empfiehlt sich ein Abstand von 40-45 Zentimeter und ein Bestrahlungsrhytmus von 20 Minuten. Die Umgebungstemperatur von kranken Vögeln sollte um die 30 Grad liegen.
Nachtlicht
Gerade bei Neulingen, Nestlingen oder schreckhaften Vögeln kann das Nachtlicht lebensnotwendig sein. Denn vor schreck stürzen plötzlich Wellensittiche ab oder fliegen gegen andere Gegenstände, wenn sie in der Dunkelheit nichts erkennen können und ungewöhnliche Geräusche hören. Meist ziehen dann auch alle anderen mit, denn wenn Gefahr droht, zieht auch in der Natur der gesamte Schwarm los. Nachtlichter werden in die Steckdose gesteckt, verbrauchen wenig Strom und sorgen für ein leichtes Dämmerlicht. So lassen sich Umrisse in der Umgebung erkennen, wie das Mondlicht in freier Wildbahn.
Käfigzubehör
Fress- und Wassernäpfe
Diese sollte jeder Vogelhalter kennen. In denen wird Wasser und Futter gereicht. Achten sollte man darauf, dass diese optimal zu reinigen sind. Am besten eignen sich Edelstahlnäpfe aus dem Fachhandel. Sie lassen sich auch in der Spülmaschine reinigen. Angebracht dürfen sie niemals unter Stangen, es könnte Kot hineinfallen und das Wasser bzw. Futter verdrecken. Es sollten immer mehr Näpfe vorhanden sein, damit es keine Streitereien zwischen den Wellensittichen kommt, wenn alle auf die Idee kommen, Hunger zu verspüren. Gerade Wellensittiche erledigen gerne alles gemeinsam. Wassernäpfe werden z.B. auch gerne als Bademöglichkeit genommen. Z.B. badete mein alter Penanntsittich mit Vorliebe in seinem Trinkgefäß, obwohl er nicht hineinpasste. Nur sein Bauch lag optimal.
Futterraufen
In denen lassen sich gut Kräuter, Gemüse und Obst anbieten. Sie sollten aber nur darauf achten, dass daran kein Wellensittich hängen bleibt oder verletzten kann.
Früchtespieß
Sie sollten aus rostfreiem Edelstahl sein und mit einer Befestigungsmöglichkeit ausgestattet sein. An ihnen lassen sich Früchtestückchen gut anbringen. Damit wird gewährleistet, dass die Obstsorten nicht gleich nach dem ersten Bissen auf dem Käfigboden landen.
Mineralsteine
Neben dem Körnerfutter brauchen Wellensittiche Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein solcher Stein dient nicht nur für dessen Aufnahme, sondern sorgt auch bei Benagung dafür, dass sich der Schnabel abwetzt. Außerdem dient dieser auch als Beschäftigung.
Spielzeug
Abwechslung ist auch bei Wellensittich wichtig, um die alltägliche Langeweile zu bekämpfen. In freier Wildbahn sind sie mit der meisten Zeit damit beschäftigt, Nahrung und Wasser zu suchen oder ziehen gerade die Brut groß. Aber was machen die Wellensittiche im Käfig? Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Angefangen vom Sisalseil bis hin zu Kletterbäumen sollte alles dabei sein.
Äste
Hier eignen sich vor allem unbehandelte, ungiftige Naturäste, wie zum Beispiel:
- Haselnuss
- Weide
- Birke
- Hainbuche
- Ahorn
- Erle
- Linde
- Obstbäume
Wie die Mineralsteine versorgen auch Äste die Wellensittiche mit Mineralstoffen und Vitaminen. Durch die unterschiedlichen Durchmesser, sorgen diese auch für unterschiedliche Stellungen der Füße und beugen somit Arthrose und Geschwüren vor. Ausgewechselt sollten die Äste alle 4-6 Wochen und sorgen somit immer aufs neue für Spiel- und Knabberspaß. Zum Reinigen der Äste empfiehlt sich hier der Dampfreiniger, der die Pilze usw. abtötet.
Not- oder Krankenkäfig
Bei einem angehenden Krankheitsfall kann der entsprechende Wellensittich gleich in den Käfig gesetzt und behandelt werden, z.B. Infrarotlicht. Die anderen bleiben ihm somit fern und stecken sich nicht womöglich noch an.
Transportkäfig
Er sollte etwas größer als der Wellensittich sein und er muss aufrecht darin sitzen können. Eine Stange ist nicht zwingend. Gerade schwache Tiere können sich oft nicht halten und würden eh nach unten plumpsen. Wenn sie eine Stange anbringen, dann so tief wie möglich.
Krallenstange
Sie helfen dabei, die Krallen auf normaler Länge zu halten. Sie besteht aus natürlichen Mineralien, zum Beispiel:
- Amigo-Sitzstange
- Pedicure-Roll-Swing-Schaukel
In jedem Käfig sollte eine mindestens 30cm lange Krallenstange enthalten sein.
Tageszeitungen
Käfigböden lassen sich besser reinigen, wenn sie erst mit Zeitung ausgelegt und später noch mit Vogelsand bedeckt werden.
Futtermittel
Jedes Futter sollte trocken, dunkel und kühl (15 Grad) gelagert werden. Luftfeuchtigkeit bei 20%.
Notfallapotheke
Wenn mal der Notfall eintritt, können, wie zum Beispiel das Vitamin-B-Komplex, enorme und wichtige Hilfe leisten. Aber auch Blutungen können schnell gestillt oder Fremdkörper schnell entfernt werden.
Sonstiges Zubehör
Fangnetze/ Käscher
Ist mal ein Vogel entwichen oder müssen ihn schnell in den Käfig zurück bekommen, so sind solche Hilfsmittel sehr nützlich. Ohne den Vogel groß zu jagen, kann er damit schnellstens eingefangen werden.
Zangen, Säge, Schrauben
Werden gebraucht, um Äste zu schneiden und Käfiggerecht anzupassen oder eigenes Spielzeug herzustellen.
Nistkästen
Möchten sie ihre Lieblinge zur Brut bewegen und haben bereits eine Zuchtgenehmigung, sind solche Kästen unverzichtbar. Wellensittiche sind Höhlenbrüter und brauchen solche Nistmöglichkeiten.
Mittel gegen Ungeziefer
Befallenes Futter sollte umgehend entsorgt und nicht mehr angeboten werden. Schädlinge, wie zum Beispiel:
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Mehlmotten
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Fliegen
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Mücken
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Käfer
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Schaben
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Motten
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Silberfischchen
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Spinnen
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Asseln
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Ameisen
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usw.
lassen sich mit Fallen (Sexualduftstoffe) und Ardap-Spray bekämpfen.
Kletterbaum
Als Möbelschoner eignen sich Kletterbäume hervorragend. An ihnen können sie beim Freiflug klettern, nagen, fressen, spielen und schlafen.
Keimschalen
Gekeimte Körner sind nicht nur gesund, sondern auch eine Abwechslung im Alltag. Die aufgeweichten Körner sind weicher und bekömmlicher als die normalen. Achtung vor Schimmel. In den Keimsäulen (meist drei Schalen übereinander) fangen die Körner leicht an zu schimmeln. Kontrollieren sie deshalb ständig das Keimsilo.
Wasserzerstäuber
Für die Gesundheit des Gefieders ist es sehr wichtig, dass dieses öfters befeuchtet wird. Es empfiehlt sich mindestens einmal pro Woche, die Wellensittiche damit abzusprühen.
Atemmasken
Empfindliche Menschen sollten bei der Reinigung von Käfig und Zubehör eine solche Maske tragen. Sie verhindert die Aufnahme von Vogelstaub.
Quelle
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WP-Magazin









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