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Ist Leitungswasser gefährlich

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Gesundheit - Mögliche Gefahrenquellen

Einleitung

Erst neulich lass ich in einem WP-Magazin aus dem Jahre 1995 einen Bericht über Leitungswasser, ob dieses gefährlich für Wellensittiche sei oder nicht. Anregung für dieses Thema war eine Lesernachfrage unter Berufung eines Schreibens der tierärztlichen Hochschule  von Hannover. Diese schrieben in ihrem Blatt „Hinweise zur Haltung und Fütterung von Ziervögeln“, dass nur stilles natriumarmes Mineralwasser angeboten werden sollte. Beweise für diese Theorie gab es nicht, nur die Vermutung, dass die Todesursache (in drei Fällen) Schadstoffe im Trinkwasser gewesen sein könnten, da sich die Leber verdichtet hatte. Dieser Theorie ging das WP-Magazin auf den Grund und stellte dabei fest, hier möchte ich das Ergebnis schon vorweg nehmen, dass Leitungswasser keineswegs gefährlich für unsere Ziervögel ist. Aber lesen Sie auch die folgende Recherche:

 

Das Leitungswasser

Eine Nachfrage bei den städtischen Wasserwerken ergab, dass unser Leitungswasser das am besten überwachte Lebensmittel ist, dass es in Deutschland gibt. Die Qualität wird in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom 1. Oktober 1986 festgelegt. Diese Verordnung beruht auf das Seuchengesetz, dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz und den Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft (80/ 778 EWG).

Nach § 11 Bundesseuchen-Gesetz muss das Trinkwasser so beschaffen sein, dass durch den Genuss oder Gebrauch keine Schädigung für die menschliche Gesundheit zu befürchten ist. Der Geltungsbereich erstreckt sich von der Wassergewinnung bis hin zum Wasserhahn beim Verbraucher. Hier zeigt sich der erste Unterschied zum „Stillen Wasser“, denn hier können die Händler nicht gewährleisten, dass die mikrobiologische Zusammensetzung am Verkaufstag noch so gut ist wie am Tag der Abfüllung und wie es die Trinkwasserverordnung verlangt. Ein Öko-Test verfasste hier einen deutlichen Pluspunkt für das Leitungswasser gegenüber den im Handel angebotenem Mineralwasser.

 

Im Bezug auf die Grenzwerte für Leitungswasser ist bestätigt, dass die Anforderungen die gleichen sind, wie die beim Mineralwasser:

  • Arsen 0,04 mg/l

  • Blei 0,04 mg/l

  • Cadmium 0,005 mg/l

 

Es besteht also, auch in Hinsicht der Schwermetalle, keinen Grund, auf Leitungswasser zu verzichten, eher im Gegenteil, auch in mikrobioeller Hinsicht ist dieses Wasser einwandfrei. Eher wird die Luftverschmutzung in den Ballungszentren der Großstädte als Problem angesehen. Quelle: Dipl. Chemikerin Ingrid Rückert vom Pforzheimer Untersuchungsamt

Wer also doch nur „Stilles Wasser“ anbieten möchte, sollte auch dann auf das Badewasser achten, denn Wellensittiche können die Gefäße nur nach Größe unterscheiden und nicht danach, wie es der Halter beabsichtigt. Schnell wird die Badewanne zum Trinkbecher, da dieses Wasser oftmals auch kühler ist!

 

Fazit

Es besteht also keine Gefährdung für kleine Vögel, wenn Leitungswasser als Trinkwasser angeboten wird.

 

Hier noch einige Hinweise, wie Erkrankungen über Trinkwasser verhindert werden können

  • Trinkgefäß täglich reinigen und gut abspülen, so dass keine Reste vom Spülmittel vorhanden sind

  • nur frisches Wasser verabreichen

  • das Wasser sollte nur maximal 24 Stunden im Käfig belassen werden, besser natürlich alle 12 Stunden

  • wenn sich Kot oder Futterreste im Napf angesammelt haben, diese unverzüglich entfernen, besser Napf auswechseln

  • es besteht auch die Möglichkeit, abgekochtes Wasser zu verabreichen, so werden auch die letzten keime abgetötet

  • nach einem Urlaub Wasserleitung gut durchspülen, damit Krankheitskeime ausgeschwemmt werden

 

Sollten sie eine eigene Hauswasserversorgung haben, dann ist Vorsicht geboten, da die Grenzwerte hier überschritten werden können, wie zum Beispiel bei Häusern mit alten Bleirohren. Informieren sie sich vorher, ihrer Gesundheit und der Gesundheit ihrer Mitbewohner zuliebe. Dieser Bericht bezieht sich auf die Leitungen der städtischen Wasserwerke.

 

Quelle

  • WP-Magazin


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Aktualisiert (Freitag, den 12. Juni 2009 um 09:33 Uhr)

 

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