Benötigen Wellensittiche hohe Temperaturen zum Wohlbefinden
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Allgemeines
Dazu müssen wir uns mal das Klima in Australien mehr unter die Lupe nehmen. Hier ist es tagsüber normalerweise recht warm, doch nachts kann es auch dort sehr kalt werden. Unter Umständen sogar unter Null Grad Celsius. Wellensittiche sind also in freier Wildbahn Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden ausgesetzt.
Was das Wetter angeht, ist Australien nicht gerade ein Paradies für unsere Gefiederten Freunde. Tagsüber müssen sie mit der warmen trockenen Luft auskommen und nachts mit fröstlichen Temperaturen. Diese Anforderungen fordern demnach auch einen hohen Tribut, allerdings haben sich die kleinen quirligen Geister an diese Bedingungen angepasst und sind dementsprechend abgehärtet.
Das Wetter trägt also dazu bei, das Immunsystem von Wellensittichen zu stärken und können somit besser Infektionen abwehren.
Das bedeutet also bei Käfighaltung, dass die konstante Temperatur von ca. 20 Grad Celsius nicht gerade Gesundheitsfördernd ist. Es werden keine Abwehrkräfte benötigt und nicht weiter aufgebaut. Demnach ist ihr Wellensittich anfälliger für Krankheiten.
Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass Wellensittiche im Frühling, Herbst und Sommer gut zurecht kommen. Nur in den Wintermonaten benötigen sie zusätzlich ein Schutzhaus. Bei Dauerfrost empfiehlt es sich, die Wellensittiche nur im frostfreien Schutzhaus (ca. 12-15 Grad Celsius) zu belassen.
In menschlichen Räumen kommen Wellensittiche gut mit diesen Temperaturen zurecht, allerdings sollten sie diese nicht wärmer halten. Außerdem benötigen sie täglich Frischluft, Vorsicht vor Zugluft! Sie können den Käfig bei wärmeren Jahreszeiten gerne mal auf den Balkon oder die Terrasse stellen, ihr Wellensittich wird es bestimmt freuen, mal ein kleines Sonnenbad zu nehmen, er benötigt aber zusätzlich einen schattigen Bereich, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Wenn er zu hecheln anfängt oder die Flügel seitlich hängen lässt, dann sollten sie ihn lieber wieder ins Haus holen.
Den Wind durchs Gefieder pfeifen lassen oder ein Regenbad zu nehmen, ist sicherlich für Wellensittiche ein aufregendes Erlebnis. Zum Trocknen kann er ruhig im Freien belassen werden, es schadet ihm nicht.
Vorsicht ist nur geboten, wenn ihr Wellensittich es gewöhnt war, nur in der Wohnung zu verweilen. Hier ist eine Eingewöhnungsphase geboten!
Halten sie die Wohnungshaltung für ausschließlich richtig, dann benutzen sie wenigstens mehrmals pro Woche eine Blumenspritze zum Abbrausen. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum, stärkt das Immunsystem und wird zur Gefiederpflege benötigt.
Wie in jedem Fall gibt es hier auch Ausnahmen. Kranke Wellensittiche benötigen mehr Wärme als andere. Der angeschlagene Organismus soll nicht noch unnötige Energie verbrauchen, um zusätzliche Wärme zu produzieren. Abhilfe schafft hier eine Rotlichtlampe. Aber auch hier an Rückzugsmöglichkeiten denken.
Quelle
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WP-Magazin 06/ 1997









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