Beschäftigungen mal anders
| Haltung - Bauanleitungen |
Allgemeines:
Wie sieht ein üblicher Käfig- oder Voliereninhalt aus? Sitzstangen quer von Seite zu Seite, einige Futter- und Wassernäpfe, ein Kolbenhirse mit Wäscheklammerhalterung am Käfigrand und diverses Plastikspielzeug. Schnell sollte einem bewusste Vogelhalter klar werden, hier geht mehr. Denn auch Wellensittiche neigen zur Langeweile. In zoologischen Gärten ist es bereits Gang und Gebe, die Tiere mit der Futteraufnahme zu beschäftigen. Dieses Verhalten wird auch als Behavioural Enrichment (Verhaltensbereicherung) genannt.
Bewegliche Sitzstangen:
Warum müssen Sitzäste immer nur quer von Seite zu Seite gehen? Es geht auch anders. Binden sie doch einmal Schnüre an die jeweiligen Astenden und bringen diese am Käfigdach an. Dadurch erhalten sie Beweglichkeit und die Wellensittiche werden mehr gefordert, wenn es um das Halten des Gleichgewicht geht. Aber auch das Springen von Ast zu Ast wird schwieriger, wenn diese hin und her schwingen.
Die Schwingungen erhalten mehr windähnliches Verhalten, wenn die Äste nicht am Dach, sondern unter einem Sitzast befestigt werden. Sobald ein Sittich oben landet, bewegen sich auch die unteren automatisch.
Holzschaukel:
Schaukeln vom Zoohändler kennt jeder, Standartholz mit starren Befestigungen. Aber nehmen sie einfach einen kleinen Ast, Schrauben links und rechts Ketten ran und befestigen dies an einer geeigneten Stelle, wird daraus eine attraktive Sitzgelegenheit.
Holzleiter:
Auch hier gibt es im Handel vorgefertigte Leitern, aber wie Schaukeln doch eher statisch. Nehmen sie doch zwei längere Äste und, je nach Länge der Äste, kleinere Holzästchen. An den Enden der Holzästchen schrauben sie Ösen und den seitlichen Ästen die passenden Gegenstücke. Dadurch wirkt die Leiter instabil und wird beweglicher. Für Wellensittiche eine Herausforderung darauf zu balancieren.
Seil aus Kokosfaser oder Sisal:
Der Unterschied von diesen beiden Materialien besteht darin, dass Kokosfaser stabiler ist und nicht ganz so schnell zerfasern. Binden sie Zwischendurch einige Knoten und hängen das Seil entweder frei schwebend von oben oder binden beide Enden quer durch die Voliere. Ein Kletterspaß der anderen Art.
Kokosnussschalen:
Als Ruheplatz und Knabbergelegenheit bieten sich Kokosnussschalen an. Halbiert und mit einem Loch in der unteren Mitte versehen, lassen sich diese mit einem Sisal- oder Kokosnussfaserseil befestigen. Nach einer Gewöhnungsphase wird diese auch gerne als Ruheplatz genutzt. Aber Vorsicht, es könnten Streitigkeiten geben, wenn mehrere gleichzeitig dort verweilen möchten. Sie können auch mehrere Schalen untereinander anbringen.
Hirsenhalterung der beweglichen Art:
Nehmen sie eine Holzscheibe mit ca. 15cm Durchmesser, bohren in der Mitte ein Befestigungsloch und an den Seiten je eins, an denen sich Kolbenhirse anbringen lassen. Danach hängen sie die Scheibe mit einem Sisal- oder Kokosnussfaserseil auf und stecken zwei Kolbenhirse hinein. Wenn die Wellensittiche nun an die schmackhafte Hirse gelangen wollen, müssen sie schon ein wenig Geschick aufweisen, denn wenn sie auf die Scheibe fliegen, kippt diese zur Seite weg, deswegen sollte die Hirse gut angebracht sein, damit sie nicht runter fällt. Der alltägliche Genuss muss sich so erarbeitet werden.
Hängende Hirse:
Lassen sie doch mal einfach die Hirse ca. 15cm vom Sitzast hängen, Dazu reicht eine normale Schnur aus. Entweder die Wellensittiche fliegen die Hirse direkt an oder entwickeln unter Umständen andere Technik, wie z.B. an der Schnur herab zu klettern oder die Schnur Stück für Stück hoch zu ziehen, um so an die schmackhaften Körner zu gelangen.
Quelle:
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WP-Magazin









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