Graugrüne bzw. graue Wellensittiche
| Zucht - Farbschläge |
Vererbung: dominant
Bereits 1935 wurde ein graugrüner Wellensittich mit einen hellblauen Wellensittich verpaart, daraus entstand ein grauer Jungvogel. Dadurch wurde erwiesen, dass sie und die Grauen in ihrer Vererbung als einzige über die Blauen, alle anderen Farbschläge, und auch über die Wildfarbenen dominierten.
Von der Farbe her sind sie recht unscheinbar und werden oftmals mit den Olivgrünen verwechselt. Zu erkennen sind sie an ihren grauen Wangenflecken (statt violetten), an ihren schwarzen mittleren Schwanzfedern (statt dunkelblauen) sowie an ihrem grauen Untergefieder (statt weißen).
Ein grauer Wellensittich und ein grau Gelbgesicht
Fotos: Andrea Steiner
Entstehung
Die graue Farbe kommt durch eine Schrumpfung der Kästchenzellen zustande, so dass diese nur noch eine dünne Hülle bilden und nicht einmal mehr die blauen und violetten Strahlen reflektieren können. Außerdem haben die Melanine der Markschicht zusammen mit Hohlräumen zu einer starken Verdickung des Pigmentkerns im Inneren geführt. Das Licht wird von ihm fast völlig absorbiert. Die schwarze Melanine zeigen sich, abgeschwächt durch die Hornhülle, als graue Farbe. Bei den Graugrünen existiert außerdem noch die gelbe Rindenschicht, was zu dieser Mischfarbe führt.
Ein besonderes Merkmal ist die veränderte Federstruktur. Durch die ovale Form der Federäste, sind diese länger und breiter. Die Federstrahlen kommen dadurch auch zahlreicher vor und verleihen dem Gefieder mehr Volumen. Der Wellensittich wirkt fülliger.
Graugrüne und Graue können, wie fast alle Farbschläge, mit 1 oder 2 Dunkelfaktoren auftreten. Durch die dominante Vererbung können sie ein- oder zweitorik sein. Äußerlich ist es ihnen aber nicht anzusehen, nur durch Kontrollverpaarung und Führung eines Zuchtbuches ist der Typ (I oder II) herauszufinden.











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