Aussehen
Seine Gefiederfarbe wird häufig Kobaltblau genannt, wobei die Schwingen und Schwanzfedern am dunkelsten sind. Das lebhafte Gelb der nackten Hautpartien um Augen und Schnabel steht zur Gefiederfarbe in starkem Kontrast.
Größe: Ca. 1m (größter Papagei)
Gewicht: 1,5 Kg (zweitschwerster Papagei mach dem Kakapo)
Allgemeines
Andere Bezeichnung: Arara-Azul.
In seiner Heimat Brasilien ist der Hyazinthara auch heute noch unter dem Namen "Arara preta" bekannt. Dieser populäre Name ist eine wörtliche Übersetzung des älteren indianischen 'Tupi-Namens "Arara una". "Arara" ist ein lautmalerischer Name.
Das Tupi-Wort "una" bedeutet dunkel, schwarz wie das portugiesische Wort "preta". Darauf war bereits in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach hingewiesen worden.
Herkunft
Er lebt heute fast ausschließlich im Pantanal im südwestlichen Brasilien. Ansonsten existiert die Art im Gerais Grenzgebiet, wo die brasilianischen Staaten Tocantins, Piaui, Maranhoa und Bahia zusammentreffen, zusätzlich auch in Para u.a in der Serra dos Carajas. Sie sollte auch in Gebieten südlich des Amazonas von Manaus bis Marajo gesichtet worden sein.
Lebensraum
Trockene Wälder, Wasserläufen und feuchte Wälder mit Palmen.
Verhalten
Er ist der größte Papagei der Welt. Er lebt in der Regel paarweise oder zieht nach der Brutzeit in Familienverbänden durch das Pantanal. Die Bruthöhle kann man auch in Uferhöhlungen finden.
Ernährung
Hauptsächlich von Nüssen und Palmfrüchten der Acuri-(Scheelea phalerata) und Bocaiuva-Palmen (Acrocomia aculeata).
Haltung
Hyazihtaras haben ein hohes Nagebedürfnis und schreien sehr laut.
Ernährung
Das Körnerfutter wird während der Brutphase überwiegend gekeimt angeboten. Wenn Junge aufgezogen werden zusätzlich noch im ungekeimten Zustand. Obst (Apfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Bananen, Apfelsinen usw.), Beeren (Hagebutten, Roter und Schwarzer Holunder, Ebereschen) und Gemüse (Gurken, Zwiebeln, Möhren, Zucchini, Paprika, usw.) werden frisch oder aufgetaut angeboten. Halbreifer, tiefgefrorener Mais ist für Aras ein Leckerbissen.
In einem großen Napf vermengen und mit einem Weichfuttergemisch (Weichfresserfutter, Honigfutter, Eifutter, Matzinger Hundeflocken, etwas Kalk und Mineralstoffe [Korvimin]) überstreut.
Dazu kommen noch einige Brocken Hundefutter (Trimm) sowie Nüsse (Para-, Wal-, Hasel- und Zirbelnüsse) und gelegentlich getrocknete Garnelen. Hähnchenknochen und Kotelettknochen mit Fleischresten daran können ebenfalls angeboten werden.
Diese sind fast so begehrt wie Nüsse.
Zucht
Die Zucht gelingt nur mit einem hamonisierendem Pärchen. Gelegegröße: 2 bis 3 Eier, die von dem Weibchen ca. 24-26 bebrütet werden. Die jungtiere verweilen dann noch ca. 13 Tage in der Höhle und verlassen dann das Nest, wenn Farben und Federn voll ausgebildet sind.
Der Nistkasten sollte mindestens 100 x 120 cm groß sein und ein Einschlupfloch mit einem Durchmesser von 30 cm haben.
Sonstiges
Der Hyazinthara ist sehr bedroht. Man schätzt dass noch 2500 - 5000 dieser wunderschönen Tiere in Freiheit (meist Brasilien) noch leben.
Die IUCN stuft ihn als "stark gefährdet" ein.
Quelle
bluemacaws.org